LS2 FF323 Arrow C Evo - Carbon - Gr. 65 - Test

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OSM62
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LS2 FF323 Arrow C Evo - Carbon - Gr. 65 - Test

Beitrag von OSM62 » 25.09.2019, 22:00

Ab und zu bekommt man in einer der Fachzeitschriften doch einen guten Tip.

Ich habe das Problem das ich einen sehr großen Kopf habe (eigentlich Hutgröße 64).
Besonders in den letzten Jahren gab es für mich praktisch nur Klapphelme in meiner Größe.

Manche Rennstrecken lassen einen aber nur mit "normalen" Integralhelmen fahren, dafür habe ich mit mal einen HJC geholt, aber der ist nicht so der Bringer, da er auch nur ein "normales" Sichtfeld hat.
Durch den Test bin ich auf den LS2 FF323 Arrow C Evo - Carbon aufmerksam geworden, da er in 65/66 gefertigt wird und nach Angaben im dem Test ein sehr großes Sichtfeld hat.

Bild

Bei einem Versender war er vorrätig und der eigentlich knapp 400 Euro teure Helm war für 323 Euro lieferbar.
Letzte Woche war es morgens frisch und da bin ich dann nochmal mit meiner "Dicken" zur Arbeit mit meinem "alten" Schuberth C4 PRO gefahren. Bei den noch 6 Grad habe ich wie schon beim letzten System 6 von BMW extrem mit beschlagenem Visier zu kämpfen obwohl sogar auch beim Schuberth ein original Pinlock verbaut ist. Die komplette Strecke war ich wie immer bei diesen Temperaturen mit dem Visier im Clinch, mal relativ weit offen damit das Visier wieder Beschlag frei wird dann wieder fast zu damit es nicht so kalt im Helm wird. Also bei kalten Temperaturen nicht so optimal.
An der Firma habe ich dann mal den C4 Pro auf die Waage gelegt, obwohl kein Kommunikationssystem installiert wiegt der Schuberth 1905 Gramm.
Der LS2 FF323 Arrow C Evo - Carbon wiegt nach der gleichen Waage 1365 Gramm, also über ein 1/2 Kilo weniger. So einen leichten Helm habe ich noch nicht auf meinem Kopf gehabt.

Bild

Hatte je gedacht, weil es noch eine Nummer größer ist wie meine anderen Helme, das diesmal vielleicht noch Sturmhaube mit drunter passt, aber geht dann doch nicht. Also wie immer direkt auf die "Rübe". Schon da merkt man das fehlende Gewicht.
Wo ich mich natürlich dran gewöhnen muss ist der Doppel-D Verschluß, ist es doch mehr Fummelei. Aber die sportlichen Helme habe ja fast alle diesen Verschluß.
Am nächsten morgen waren es dann nochmal 2 Grad weniger (4 Grad) auf dem Weg zur Arbeit. Die ersten Kilometer bin wie sonst gewohnt mit "letzte Raste vor zu" gefahren. Hier dann kein beschlagen des Visiers gehabt. Dann versuchsweise das Visier komplett zu. Das ist doch erste Klasse denke ich mir, auch hier beschlägt das es nicht solange man am fahren ist.
Was mich aber immer wieder begeistert ist die Leichtigkeit des Helms, dieses über 1/2 Kilo weniger macht das drehen des Kopfes so angenehm. Dann auf der BAB der Test auf: wie liegt er im Wind. Da ich ja mit der K 1600 GT unterwegs bin liegt der Helm nicht komplett im Wind, sondern nur die obere Hälfte. Und hier kann ich mit voller Brause (Tacho Richtung 250) über die Bahn gehen ohne das der Helm ein Eigenleben entwickelt.
Auch die stabilen Raststellungen des Visiers habe ich bei den Klapphelmen nicht so, hier bleibt das Visier offen wenn es ganz offen ist. Und auch die vorletzte Rastung vor zu bleibt wo sie ist und kann/wird nicht vom Fahrtwind zu gedrückt.

Fehlt nur noch der Test auf einer "nackten" Maschine.

Bild

Bis 200 km/h ein Traum, dann liegt er leider nicht nicht mehr so ruhig wie von meiner K 1600 GT gewohnt. Dann wird durch die Turbulenzen der voraus fahrenden PKWs der Helm dann doch durch geschüttelt. Hier können die noch unten (unter Kinnbereich) viel weiter geschlossenen Klapphelme doch eindeutige aerodynamische Vorteile, es verfängt sich weniger Wind unter den Helm. Aber Langstrecke im Bereich über 200 km/h mache ich wenn dann sowieso nur mit der K 1600 GT, mit der S 1000 R gar nicht, meistens nur kurz um etwas zu testen.

Das mit dem größeren Sichtfeld müsste ich nochmal auf einer Rennstrecke testen, aber der Platz nach oben ist auf jeden Fall da. Bei meinem Klapphelmen z. B. dem BMW lag der Helm praktisch oben auf der Brille auf, beim dem Schuberth habe ich knapp einen 1 cm zwischen Brille und Helm, und beim LS2 fast 3 cm Platz über der Brille nach oben.

Genau so einen Helm habe ich gesucht, habe immer gehofft das ich so einen Helm von BMW, Schuberth, Xlite, Nolan etc. bekommen könnte, aber ich muss halt nehmen was der Markt mir bietet.

Und beim Preis von 323 Euro für diesen Carbonhelm sind unter anderem ein getöntes Pinlock Visier, ein Helmbeutel und eine Helmtasche enthalten.

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Re: LS2 FF323 Arrow C Evo - Carbon - Gr. 65 - Test

Beitrag von Tom_DN » 25.09.2019, 23:27

Du schreibst, dass das Visier beschlägt... Bist du da sicher? Ich hatte auch lange den Eindruck um dann zu bemerken, dass es die Brille ist, die beschlägt... (Shoei Neotec 1)

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Re: LS2 FF323 Arrow C Evo - Carbon - Gr. 65 - Test

Beitrag von OSM62 » 26.09.2019, 06:53

Tom_DN hat geschrieben:
25.09.2019, 23:27
Du schreibst, dass das Visier beschlägt... Bist du da sicher?
JA :!:

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Re: LS2 FF323 Arrow C Evo - Carbon - Gr. 65 - Test

Beitrag von Schimmelreiter » 26.09.2019, 19:28

Moin Michael!

Danke für Vorstellung und Test des LS2-Helmes. Bei einem Helm dieser Preisklasse erwarte ich allerdings die Existenz eines integrierten und zumindest zweistufig verstellbaren Sonnenschutzvisieres. Bei meinen HJC-Helmen habe ich mich so an diesen Komfort gewöhnt, dass ich ihn nicht mehr missen möchte - Schei.. auf das bisserl Mehrgewicht. :mrgreen:

Ne dicke Brille könnte latürnich ein Argument sein, dass man(n) auf so einen "Luxus" verzichtet. :lol:

Beste Grüße
Harald
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Re: LS2 FF323 Arrow C Evo - Carbon - Gr. 65 - Test

Beitrag von OSM62 » 26.09.2019, 20:45

Ich habe mich zwar auch an die eingebaute Sonnenblende gewöhnt,
nehme das aber hier gerne in Kauf.
Viel wichtiger ist mir das ich mit ihm beschlagfrei unterwegs sein kann,
und das ich für mich viel wichtiger als so eine eingebaute Sonnenblende, weil ich
viel öfter im kalten unterwegs bin und dieser Sicherheitsaspekt für mich dann eine größere
Priorität hat.

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Re: LS2 FF323 Arrow C Evo - Carbon - Gr. 65 - Test

Beitrag von Schimmelreiter » 26.09.2019, 22:23

Hallo Michael!

Beschlagfreiheit des Visieres ist für mich auch unabdingbar und ich habe in dieser Hinsicht mit HJC und Pinlock bisher auch bei noch so bescheidenen Temperaturen und Starkregen in den letzten 5 Jahren keinerlei Probleme gehabt. :D Allerdings fahre ich auch nicht mehr, wenn Bodenfrost angesagt ist - auf die Schlitterpartien meiner Jugendzeit kann ich verzichten - sowas brauche ich heute nicht mehr und Fahren im Winter ist schon seit 25 Jahren nicht mehr angesagt. Bei Schnee und Eis gebe ich anderen Hobbies den Vorzug. :mrgreen:

Beste Grüße
Harald
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Re: LS2 FF323 Arrow C Evo - Carbon - Gr. 65 - Test

Beitrag von OSM62 » 27.09.2019, 07:00

Schimmelreiter hat geschrieben:
26.09.2019, 22:23
Hallo Michael!

Beschlagfreiheit des Visieres ist für mich auch unabdingbar und ich habe in dieser Hinsicht mit HJC und Pinlock bisher auch bei noch so bescheidenen Temperaturen und Starkregen in den letzten 5 Jahren keinerlei Probleme gehabt. :D Allerdings fahre ich auch nicht mehr, wenn Bodenfrost angesagt ist ...
Aber morgens bei Temperaturen knapp über Null Grad fahre ich gerne mal wenn es trocken ist.
Und da habe ich mit meinen Klapphelmen immer Probleme deswegen gehabt.
Und das geht gar nicht (eigentlich).

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